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Junge Frau meditiert

Achtsamkeit für Körper und Geist

ArtikelLesezeit: 3:30 min.

Aktivierung für Körper und Geist

Studien zeigen: Wer regelmäßig seine Achtsamkeit trainiert, stärkt nicht nur seinen Geist, sondern auch seinen Körper. Immunsystem und Gedächtnisleistung werden gesteigert, Stresslevel und Blutdruck gesenkt.

Expertenbild

Der Experte zum Thema

Prof. Gustav Dobos

Direktor des Zentrums für Naturheilkunde und Integrative Medizin
Universitätsklinik Essen

„Achtsamkeit wirkt sich auf zahlreichen Ebenen positiv auf den Körper aus, angefangen vom Herz-Kreislauf-System über das Immunsystem bis hin zum Gehirn“, sagt Professor Gustav Dobos. Der Direktor des Zentrums für Naturheilkunde und Integrative Medizin an der Universitätsklinik Essen beschäftigt sich seit vielen Jahren mit wissenschaftlichen Erkenntnissen rund um Achtsamkeit und ihre Auswirkungen auf den Körper. Er selbst forscht auch in diesem Bereich. 

Wer Achtsamkeit ausprobiert, merkt schnell: Sie wirkt gegen Stress. Und das nicht nur in der eigenen Wahrnehmung: Auch die Stresshormone im Blut sinken nachweislich. Dobos hält einen weiteren Effekt von Achtsamkeitstraining in Bezug auf Stress für fast noch wichtiger: „Achtsamkeit hilft uns zu erkennen, wo wir gerade stehen.“ So können wir leichter Probleme lösen, die durch Stress oder durch negative Gefühle verursacht werden und die schlecht für unsere Gesundheit sind. 

Der Blutdruck sinkt, die Abwehr steigt

Regelmäßiges Achtsamkeitstraining wirkt sich positiv auf unseren Blutdruck aus: Forscher aus den USA konnten in einer Studie zeigen, dass dadurch der Blutdruckwert sinkt – besonders stark zeigte sich der Effekt bei Bluthochdruck. 

Auch das Immunsystem wird durch Achtsamkeitsübungen positiv beeinflusst: Nach einer Grippeimpfung bildeten Menschen, die kurz zuvor an einem Achtsamkeitskurs teilgenommen hatten, deutlich schneller und mehr Antikörper als Geimpfte, die keinen solchen Kurs gemacht hatten. 

Achtsamkeitstraining verändert das Gehirn

Und nicht nur das. Regelmäßige Achtsamkeitsübungen können sogar die Größe des Gehirns verändern. Die Hirnregion, die für das Gedächtnis wichtig ist – also dafür, dass wir uns an Dinge erinnern und Neues lernen können – schrumpft normalerweise im Laufe des Lebens leicht. Amerikanische Forscher entdeckten: Bei einem 50-Jährigen, der regelmäßig meditiert, ist die Region etwa genauso groß wie bei einem 25-Jährigen, der nicht meditiert.  Man könnte nun meinen, dass sich solche Effekte erst zeigen, wenn jemand jahrelang meditiert. Aber das stimmt nicht: Bereits nach acht Wochen Achtsamkeitstraining zeigen sich erste Erfolge.

Expertenbild

"Achtsamkeit kann eine spürbar positive Wirkung auf Intelligenz und Leistungsfähigkeit haben."
Prof. Gustav Dobos

 

Meditation als Altersvorsorge

Das zeigt sich auch ganz konkret beim Denken. Die Fähigkeit, unbekannte Aufgaben zu lösen, nimmt mit dem Alter normalerweise ab. Bei Menschen, die regelmäßig meditieren, passiert das aber weniger schnell. Das bedeutet: Ältere mit Meditationserfahrung haben häufig weniger Schwierigkeiten, sich in neuen Situationen zurechtzufinden, als Menschen, die nicht meditieren. Für den Alltag kann das eine enorme Chance sein. „Achtsamkeit kann also eine spürbar positive Wirkung auf Intelligenz und Leistungsfähigkeit haben“, sagt Dobos.

Die Körperreise

Eine geführte Achtsamkeitsübung als Podcast mit Angela Homfeldt

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